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| Hito-Inu |
| Geschrieben von: Fabian Schäfer |
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„Diese Hitze bringt mich noch um!", sagte Gunraa mit kratzender Stimme. Er ging gestützt auf seinem Stab, mit dem Kopf schlapp hängend. Nemui sagte nichts, denn jedes Wort wäre in dieser Wüste trostlos wie die Umgebung selbst. Doch dies war nicht Gunraa's Gedanke. „Etwas zu trinken wäre nicht schlecht. Schon zwei Tage ohne Wasser. Ich vermisse das Rauschen, den Geschmack, die Klarheit und...“ Er hielt an. Tief in seinem inneren vernahm er ein vertrautes Geräusch. Der kleine Zwerg hob den Kopf und vermochte seinen Augen nicht zu glauben. „Wasser! Sieh nur, ich habe Wasser entdeckt!“, schrie er vor Freude und tatsächlich. Nur wenige Meter vor ihnen war eine kleine Oase, voll mit Bäumen und anderen Pflanzen. Auch Nemui hatte Durst, auch wenn er es sich nicht anmerken lies. Sie gingen zu dem kleinen See und füllten ihre Wasserflaschen auf. Nachdem Nemui zum dritten mal auffüllte sagte er: „Hier werden wir rasten. Kein Feind würde sich auch nur einen Kilometer in diese Wüste wagen, und wenn doch, so werden wir sein Meister.“ „Ja ja. Du machst das schon.“, erwiderte Gunraa, dann viel er in einen tiefen Schlaf. Akai sah in den Himmel. Die Nacht war schwärzer als je zuvor. „Dies wird unsere letzte Nacht sein. Egal ob wir siegen oder verlieren, unser Schicksal ist an diesem Ort gebunden“, flüsterte Uma, ein treuer Diener des Königs. Er stand auf der hohen Mauer neben Akai, die ihre Schwerter in den Händen hielt. „Und wenn schon,“sagte sie, „Ich kämpfe. Ich kämpfe für ihn.“ Uma wusste von wem Akai redete. „Wie lange willst du noch hinter ihm hersehen? Er ist in den Westen gegangen, hinein in die Wüste. Wenn er zurück kommt werden ihn die Truppen des Feindes abfangen!“, zischte er wütend. Als ob Uma einen Fluch ausgesprochen hätte schlug ein starker Wind gegen die Mauern. Das Tuch um Akai's Haare löste sich im Wind und flog in das Turmzimmer hinter ihnen. „Das ist mir egal. Nemui wusste es, und doch opfert er sich. Ich verstand nicht warum, doch nun ist es mir klar. Er weiß, dass der Feind ihn jagt. Nemui wollte uns Zeit geben.“, wehrte sich Akai. Sie fühlte sich eingeengt wie ein kleines Mädchen. Sie musste eine wichtige Entscheidung treffen, doch konnte es nicht. „Du hast noch Zeit um dich zu retten! Der letzte Wagen verlässt erst in wenigen Minuten den Hof der Festung“, flüstere Uma. Doch die Worte trafen auf taube Ohren. „Ich kämpfe“, und mit diesem Wort rollte eine Träne über Akai's Wange. In der Ferne waren Hörner zu hören. Uma reagierte als erster und rief so laut wie es nur möglich war. „Schlagt Alarm! Schließt sämtliche Türen und Pforten, die in die Burg führen!“ Von Norden rückte eine schwarze Masse heran, zuerst laut und später leise. Schließlich kam sie einige Meter vor der Frontmauer der Festung zum stehen. Akai verlor das Gleichgewicht und musste sich stützen. Eine seltsame Aura ging von einem Reiter vor der Masse aus. Etwas durchdrang sie, ein Gefühl voller Angst. Doch sie blieb standhaft. „Öffnet die Tür!“, sagte der unheilvolle Reiter. „Damit du und deine Armee der Unwesen in die Burg eindringen kannst? Nein, dazu wird es nicht kommen! Nicht heute und auch nicht die nächsten Jahrhunderte!“, brüllte Uma die Mauer herunter. Der Reiter lachte dämonisch und mit einem Krachen schossen unzählige Pfeile auf den Wall nieder. Jedoch waren es nur Warnschüsse, die niemanden trafen. Uma hob die Hand. Das kratzen vieler Sehnen war zu hören. „Feuer!“, schrie Uma und tausende von Pfeile trafen ihre Ziele. Die Schlacht hatte begonnen. |
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